BND-Präsident warnt vor einer Milliarde Flüchtlingen

In einer wenig beachteten Grundsatzrede hat der Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND), Bruno Kahl, vor einer Milliarde Flüchtlingen gewarnt und nebenbei das Mantra von Merkels »Fluchtursachen bekämpfen« als Hirngespinst entlarvt.

von Stefan Schubert

Seit Juli 2016 ist Bruno Kahl als Präsident des Bundesnachrichtendienstes im Amt. Öffentliche oder gar starke Worte waren bisher nicht von ihm zu vernehmen, umso bemerkenswerter war sein gestriger Auftritt bei der Hanns-Seidel-Stiftung in München. Die CSU-nahe Stiftung hatte 300 Zuhörer inklusive Journalisten geladen, doch die Vertreter der medialen Zunft waren offensichtlich zu sehr mit dem täglichen Russland-Bashing beschäftigt, als die entscheidenden Thesen seiner Rede ihren Leser mitzuteilen. Oder haben sie diese gar absichtlich unterschlagen?

Der Aufmacher der gestrigen Süddeutschen Zeitung ist eindeutig, »BND-Chef sieht Russland als „potenzielle Gefahr“«.

Inhaltlich ging es bei diesem Teil der Rede um die russische Aufrüstung, die Krim und die Modernisierung und Führungsfähigkeit der Streitkräfte, die diese anlässlich des großen Sommermanövers unter Beweis gestellt hatten. Im Osten nichts Neues, ist man versucht anzufügen. Doch die wirklich brisanten Passagen der Rede versteckte die Süddeutsche vor ihren Lesern tief im Text. Dann nämlich, als der BND-Chef auf die Flüchtlingskrise zu sprechen kam. Für Politik und Medien sind die Völkerwanderungen der vergangenen Jahre ja bereits ausgestanden, bewältigt und weitestgehend abgearbeitet. Wer sich erdreistet, etwas anderes zu behaupten ist mindestens ein Populist, der in unverantwortlicher Weise mit den Ängsten der Bürger spielt.

BND-Chef prognostiziert Migrationsdruck von »weit über einer Milliarde Menschen«

Ohne Zweifel ist der BND-Chef Kahl einer der bestinformiertesten Sicherheitsexperten dieses Landes. Über seinen Schreibtisch laufen Akten und geheime Szenarien, die dem Otto-Normalbürger sicherlich den Schlaf rauben würden. Umso bemerkenswerter ist die Klarheit seiner nächsten Worte. So geht Bruno Kahl, nicht etwa wie das politische Berlin, von einem Ende der hohen Flüchtlingszahlen aus, sondern im Gegenteil, der BND-Chef prognostiziert einen wachsenden Migrationsdruck mit »weit über einer Milliarde Menschen«, die einen »rationalen Grund« hätten, sich künftig auf den Weg zu machen.

Das muss man erst mal verdauen – »weit über einer Milliarde Menschen«, so der BND-Präsident. Bis jetzt wurde man ja vom Mainstream als Anhänger von Verschwörungstheorien gebrandmarkt, wenn man nur ansatzweise Wörter wie Massen, Welle oder Lawine gebrauchte… »weit über einer Milliarde Menschen«.

Doch damit nicht genug, im weiteren Verlauf seiner Rede nahm sich der BND-Chef Merkels »Fluchtursachen bekämpfen« vor.

Fluchtursachen bekämpfen – der entlarvende Satz deutscher Politiker

Kaum fällt die Floskel »Fluchtursachen bekämpfen«, sieht man die Köpfe aller Politiker im Einklang nicken, so, als ob es gilt, den Satz des Pythagoras neuerlich zu bestätigen. Keine Talkshow und kein Interview zur Flüchtlingskrise kommen ohne diese Phrase aus. Abgesehen davon, dass es völlig utopisch ist Afrika, den Nahen Osten und Südosteuropa auf ein deutsches Wohlstandsniveau anzuheben, kann dies kaum die Aufgabe des deutschen Steuerzahlers sein. So ist diese Floskel nicht nur dumm, sondern auch gefährlich, denn sie wird als Ablenkungsmanöver für das eigene politische Versagen benutzt, die Grenzen Deutschlands nicht konsequent zu sichern. Das Scheitern der Entwicklungshilfe der letzten Jahrzehnte ist zudem offensichtlich. Die hart erarbeiteten Steuergelder versinken oft in einem Sumpf aus Korruption, der dortigen politischen Klassen und den Interessen multinationaler Konzerne, die damit ihren Profit bei der Ausbeutung afrikanischer Rohstoffe steigern. Dazu gesellt sich das oftmals völkerrechtswidrige Agieren ehemaliger Kolonialmächte wie Frankreich und England, die in afrikanischen Länder nach Belieben militärisch intervenieren oder plötzlich in Ungnade gefallene Machthaber aus dem Amt und Leben bomben.

Trotz alledem bleiben Merkel und ihre Medien dabei, man muss nur weiterhin genügend Steuermilliarden verbrennen und so angeblich diese Fluchtursachen bekämpfen, also im Vorbeigehen die Welt, die Armut, den Hunger und natürlich das Klima retten und nach diesen Kleinigkeiten wären dann eine konsequente Kontrolle deutscher Grenzen weiterhin nicht nötig, da niemand mehr flüchten würde. Verzeihen Sie bitte meine Wortwahl, aber dieser Schwachsinn ist seit Jahren Regierungspolitik von Merkel und ihren Ministern.

Wirtschaftshilfe für Afrika verringert nicht Flüchtlingsströme, sondern vergrößert diese

Der BND-Präsident Bruno Kahl widerspricht nicht nur genau diesem Merkel-Wahnsinn, er prognostiziert sogar ein Anwachsen der Flüchtlingsströme, durch eben diese deutsche Entwicklungshilfe. Wörtlich gibt die Süddeutsche diesen Teil seiner Rede wie folgt wieder, »Das künftige Migrationsszenario knüpfte der BND-Chef an die Bevölkerungsprognosen, besonders für Afrika, das jährlich um etwa 30 Millionen Menschen wächst. Seit 1990 hat sich die Bevölkerungszahl in Afrika nahezu verdoppelt. Es sei fraglich, so Kahl, ob die Bekämpfung von Fluchtursachen bei „dieser Dynamik überhaupt Schritt halten“ könne. Selbst wenn es gelinge, die wirtschaftliche Lage einzelner Länder zu verbessern, werde das nicht zu weniger Migration führen, weil nur noch mehr Menschen in die Lage versetzt würden, die Reise nach Europa zu finanzieren.«

Der oberste Geheimdienst-Chef der Republik watscht die gesamte politische Klasse ab und entlarvt ihre haltlose Argumentation beim Thema Flüchtlingskrise. Und auch die deutsche Medienlandschaft entlarvt sich einmal mehr selbst: keiner Zeitung, keinem Magazin und keiner Fernsehsendung war diese eindringliche Warnung des BND-Präsidenten eine Schlagzeile wert.

Hinweis: Wir vermitteln keine Bücher. Wenden Sie sich bitte an den Verlag oder Ihren Buchhändler.

Stefan Schubert, Ex-Polizist und Bestsellerautor, ist bundesweit als Experte für Themen rund um die innere Sicherheit bekannt. Sein aktuelles Buch lautet: »No-Go-Areas: Wie der Staat vor der Ausländerkriminalität kapituliert«

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