Anglizismen überall

Der Linguist Peter Eisenberg setzt sich kritisch mit Anglizismen und ihrem Einfluss auf die deutsche Sprache auseinander.

In seiner Sprachkolumne für das Internetmagazin MERTON erklärt er differenziert die Nutzung und Vermehrung englischer Begriffe in der deutschen Sprache. So betont Eisenberg zwar, dass viele Anglizismen überflüssig und lästig sind, in Ausnahmen aber auch ergänzende Begriffe liefern, die „nur durch mehrere Verdeutschungen mit recht unterschiedlicher Bedeutung abzubilden“ wären. Eisenberg verweist hier auf den Anglizismen-Index des VDS. Außerdem könne weder von einer „Zerstörung der deutschen Grammatik durch Anglizismen“ gesprochen werden noch sei die „Verbreitung des Englischen mit der Zunahme von Anglizismen gleichzusetzen“. Dennoch sei eine vermehrte Nutzung von Anglizismen dann problematisch, wenn der Sprachgebrauch bestimmter Gruppe andere sozial ausgrenze oder aber – im Falle von Werbung – zur Verschleierung und somit zur Täuschung des Kunden verwendet werde. „Werden Anglizismen aus unlauteren Gründen verwendet, sind sie in keinem vernünftigen Sinn angemessen, sondern kritikwürdig“, lautet das Fazit Eisenbergs.

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