Ulfkotte: Volkspädagogen – Wie uns die Massenmedien politisch korrekt erziehen wollen

Rezension von Bernd Kallina

Leitmedien inszenieren nur ihre Stücke

Der Kampfbegriff „Lügenpresse“ weist in die richtige Richtung

„Volkspädagogen – Wie uns die Massenmedien politisch korrekt erziehen wollen“, so heißt das letzte von Udo Ulfkotte verfasste Buch, das weite Verbreitung verdient, weil es die Problematik um das Schlagwort von der so genannten „Lügenpresse“ kenntnisreich beleuchtet. Es ist insofern auch sein letztes Werk, als der Autor, früher langjähriger Redakteur der renommierten „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ FAZ, überraschend Anfang des Jahres verstarb. Ulfkotte veröffentlichte in den letzten Jahren eine Reihe von kritischen Büchern, die sich alle mit den von unseren Leitmedien tabuisierten bzw. nur einseitig behandelten Themen befassen: Von der großenteils illegalen Masseneinwanderung über die ausufernde Kriminalität – bis hin zur fortschreitenden Islamisierung in Deutschland und Europa.

Beim Kampfbegriff „Lügenpresse“ handelt es sich zwar um eine Überzeichnung, die jedoch in ihrer Funktion eines „Weckrufes“ zulässig erscheint, weil sie auf gravierende Missstände im Kommunikationsbereich hinweist: Bei seiner Kritik an Meinungsmanipulationen durch Medien geht es dem Autor nicht primär um abstruse Verschwörungstheorien und auch nicht um plumpe Täuschung durch Lügen, wenn auch diese gelegentlich vorkommen; gemeint ist vielmehr, und hier setzt Ulfkotte in den sechs Hauptkapiteln seines Werkes über den „Deutungsadel in Aktion“ (Kapitel 1) sezierend an, die viel subtilere und vom Rezipienten kaum erkennbare Lenkung der öffentlichen Meinung durch Auswahl, Gewichtung sowie Art und Weise der Darstellung von Informationen. Dies ist für ihn das eigentliche Problem, das er in seiner Beweisführung durch eine Fülle von Manipulations-Belegen bei den Leitorganen unserer – überwiegend stramm links ausgerichteten – Mainstream-Medien untermauert.

„Wir alle leben in der Illusion, die auch von den Medien noch zusätzlich genährt wird, dass die Massenmedien uns ein Fenster zur Welt öffnen. Das ist aber absolut nicht der Fall“, zitiert Ulfkotte den Politikwissenschaftler Thomas Meyer zustimmend, bei dem es weiter heißt: „Das ist eine große Täuschung. Die Medien bereiten eine Bühne, auf der sie ihre eigenen Stücke vorführen. Allerdings sagen sie uns das nicht“. Doch mittlerweile wenden sich immer mehr Bürger von den traditionellen Medien ab, die Verkaufs-Auflagen z.B. der überregionalen Tageszeitungen brechen dramatisch ein, offenbar weil die Leserinnen und Leser das „Spiel auf der Bühne“ einer in die Irre führenden politischen Korrektheit durchschaut haben. Der Vertrauensverlust hat insbesondere seit der von Kanzlerin Angela Merkel losgetretenen „Flüchtlingskrise“ dramatisch zugenommen, weil sich trotz einer pseudohumanistischen Dauerpropaganda pro „Willkommenskultur“ die Probleme an der Basis, also bei den Menschen direkt, angekommen und unübersehbar geworden sind. Wenn sich z.B. Professoren im grün regierten Baden-Württemberg heute lauthals darüber beklagen, abends ihre Frauen nicht mehr alleine in die Stadt lassen zu können und ihre Töchter von „Nafris“ (so der Polizei-Jargon für „Nordafrikanische Intensivtäter“) in Badeanstalten allzu häufig bedrängt werden, signalisiert das einen entscheidenden Kulminationspunkt. Die alten Deutungseliten sind mit ihrer unkritischen Befürwortung von multikultureller Bereicherung in einer als zu bunt empfundenen Republik stark angeschlagen. Und das ist gut so. Da nützen dann sogar geschönte und/oder gefälschte Statistiken über eine angeblich normale (und keineswegs erhöhte) Ausländer-Kriminalität auch nicht mehr weiter. Sie werden nicht mehr geglaubt.

Auf alle diese und ähnliche Vorkommnisse des gravierenden Auseinanderklaffens von Politiker- und Journalistenmeinungen auf der einen Seite sowie der realitätsorientierten Volks-Wahrnehmung auf der anderen, geht Ulfkotte mit Hunderten von quellenmäßig gut belegten Beispielen übersichtlich ein. So dokumentiert der Autor ausführlich in Form eines Wortprotokolls das Aufsehen erregende „Schießbefehl-Interview“ der AfD-Vorsitzenden Frauke Petry im „Mannheimer Morgen“, dort veröffentlicht im Januar 2016, in dem sie angeblich zum Schusswaffengebrauch gegen Flüchtlinge aufrief. Der Leser dieses im Buch wiedergegebenen Original-Interviews wird sich betroffen an die Kopf fassen über so viel bösartiges Verleumdungspotential von Regionalzeitungs-Journalisten gegenüber einer Oppositionspolitikerin, der sprichwörtlich das Wort im Munde so umgedreht wurde, dass schließlich das Gegenteil von dem herauskam, was sie meinte.

Das vom Autor anschaulich dargestellte tägliche Des-Informationsgeschehen wird im Anhang noch durch die Veröffentlichung eines ursprünglich für die „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ geschriebenen Beitrags des US-Historikers und Völkerrechtlers Professor Alfred de Zayas abgerundet. Denn die Abhandlung über geschichtspolitisch so wichtigen Fragen wer, was und wann über die Vernichtung der Juden im 3. Reich wusste, erschien in der FAZ erst gar nicht. Professor de Zayas vertrat in seinem Beitrag nämlich die These, dass der schreckliche Völkermord wegen seines Charakters als „Staatsgeheimnis“ nur den wenigsten Deutschen bekannt sein konnte. Diese Sichtweise verstieß offenbar gegen die offiziell zwar abgelehnte, aber inoffiziell weit verbreitete Kollektivschuldthese aller Deutschen an den Verbrechen des Nationalsozialismus. Insofern überrascht die Formulierung im Absagebrief der FAZ an Alfred de Zayas keineswegs, Zitat: „….muss ich Ihnen die Mitteilung machen, dass wir uns nach mehrfacher Beratung nicht in der Lage sehen, Ihren Text zum Druck anzunehmen“, so der FAZ-Redakteur Daniel Deckers.

Hinweis: Wir vermitteln keine Bücher. Wenden Sie sich bitte an den Verlag oder Ihren Buchhändler.

Fazit: An der Legende von der Schuld aller Deutschen, darf eben nicht gerüttelt werden. Schließlich bestehen starke, übergeordnete Interessen daran, dass gewisse historische Deutungsmuster erhalten bleiben, auch wenn sie wissenschaftlich nicht mehr haltbar sind.

Udo Ulfkotte: „Volkspädagogen – Wie uns die Massenmedien politisch korrekt erziehen wollen“,
Kopp-Verlag, Rottenburg 2016,
gebunden, 272 Seiten, 19,95 Euro.

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